Speziell im warmen Sommerhalbjahr werden wir immer wieder um Rat gefragt,
wenn ältere Kellerräume muffig und zu feucht sind.

Dann gilt es zur Lüftung ausschließlich kühle Nächte zu nutzen. Also Lüftung auf in frischeren Nächten mit unter mindestens 15°C.
Am besten funktioniert dies mit einem Ventilator und Zeitschaltuhr, die auf die frühen Morgenstunden
zwischen 4.00 Uhr und 6.00 Uhr eingestellt ist, wenn die Aussenluft am kühlsten ist und durch den Tau entfeuchtet.

In heißen und tropischen Hochsommerzeiten muss die Lüftung komplett gestoppt werden.
Also Lüftungsrohre zustopfen oder abdecken, Luken schließen, Ventilator ausschalten,
ist dann der beste Schutz vor der "Feuchteexplosion".
"Feuchteexplosion" mit bis zu 99% rel. Luftfeuchtigkeit im Keller deshalb, weil die warme Aussenluft wesentlich mehr relative Feuchtigkeit aufnimmt als die kühle Kellerluft. Gelangt Warmluft von aussen in den kühlen Keller ist die Kellerluft sehr rasch feuchte-gesättigt, da diese relativ nicht so viel Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Zusätzlich wird der Taupunkt beim Abkühlen der Warmluft an den kalten Kellerwänden unterschritten,
Betonwände „schwitzen" dann, d.h. es bildet sich Kondenswasser an den vom angrenzenden Erdreich kalten Wänden.
Ziegelwände im Gewölbekeller nehmen zwar das Zuviel an Feuchtigkeit auf, und bleiben trotzdem fühlbar trocken,
jedoch beginnt organisches im Keller doch leichter zu schimmeln.

Also nach Hitzeperioden erst wieder lüften, wenn die Witterung passt,
mit bestenfalls trockenem und kühlem Nord-Ost-Wind.
Nutzen Sie konsequent diese Witterung um Temperatur und Feuchtigkeit auf möglichst niedrigem Niveau zu halten.

Vor allem im Blick auf die Erntezeit ist dies wichtig, da das frische Erntegut im Herbst im möglichst kühlen Keller eingelagert werden sollte.

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